Überblick


Die Kenosis Community ist eine christliche Lebensgemeinschaft, in der, damals wie heute, Menschen verschiedener kultureller Hintergründe zusammen leben und arbeiten. Sie liegt in der Provinz KwaZulu Natal im Osten Südafrikas, die mehrheitlich von Zulu bewohnt wird. Die Sprache, die sie sprechen, ist Zulu, eine Klicksprache mit drei verschiedenen Klicks. In KwaZulu Natal haben sich um 1850 auch Migranten, u.a. Missionare, aus Deutschland angesiedelt, weshalb hier auch eine größere Gruppe von „deutschen Südafrikanern“ lebt. Die Kenosis Community ist von Zulu und deutschsprachigen Menschen geprägt. 

1989 wurde sie auf dem Papier vom „Kenosis Community Trust“ gegründet, einer Gruppe von Leuten, die die Vision von „Kenosis“ hatten. Die konkrete Umsetzung erfolgte 1996, kurz nach Ende der Apartheid (1994). Gunther Wittenberg (1935-2014) und seine Frau Monika zogen zusammen mit acht jungen Frauen nach Bispopstowe, dem Ort, an dem Kenosis bis heute verortet ist und unterrichteten sie in Theologie, Gartenbau, Haushaltsführung und vermittelten ihnen hygienische und medizinische Grundkenntnisse. Schwarze und Weiße lebten und arbeiteten gemeinsam an einem Ort, was nicht selbstverständlich war in dieser Zeit kurz nach der Apartheid. Damit setzten sie ein deutliches Zeichen der Versöhnung und Liebe. 

Aus der Anfangsidee entwickelte sich ein Projekt, das sich vielseitig weiterentwickelte. Heute, 2018, feiert die Kenosis Community ihr 29-jähriges Bestehen. Es sind viele Einzelprojekte innerhalb der Kenosis Community entstanden, die bis heute Bestand haben, andere wurden nach ein paar Jahren wieder aufgegeben.